Neuigkeiten vom Schach

27.02.2026

Hurra, wir haben es geschafft!

Spielbericht der Frauenmannschaft vom 21./22. Februar

Unsere abschließende Doppelrunde fand in Hofheim statt und die Götter der Saisonplanung haben es in diesem Jahr geschafft, dass es in unserer Zweitligastaffel zu einem echten Endkampf der drei führenden Mannschaften kam. Wir lagen punktgleich mit Erfurt an der Tabellenspitze und Hofheim folgte mit zwei Zählern Rückstand. Der dritte Platz war uns bereits sicher!

Wir reisten bereits am Freitag nach Hofheim im Frankfurter Westen an. Unsere fleißige Mannschaftsführerin Gudu hatte ein schönes Hotel mit angeschlossener Therme gebucht, die wie auch die Hotelbar rege von uns besucht wurde.

Unseren Reisepartner hatten wir inzwischen verloren. Die jungen Mädchen von Königsjäger traten zum letzten Wochenende nicht mehr an und sind dadurch auch abgestiegen. Erfurt und Hofheim gewannen dieses Match jeweils kampflos mit 6-0.

Am Samstag trafen wir auf Hofheim und siegten letztendlich sicher mit 4,5-1,5. Zwischendurch war es auf den Brettern zwischen Antje und Frieda von Beckh sowie Ulrike Storkebaum und Iris „kriminell spannend“ – mit dem besseren Ende für uns. Bei Antje zahlten sich Hunderte gelöster Studien in dem rechenintensiven Endspiel aus.

Der zweite Platz war uns damit sicher! Für den Staffelsieg mussten wir jedoch am Sonntag Erfurt bezwingen, die durch das 6-0 gegen Königsjäger die bessere Brettwertung aufwiesen.

Als erstes endete meine Partie gegen Doreen Troyke, die bisher mit 4/4 glänzte, nach vierfacher Stellungswiederholung Remis. Wir hätten beide gern weitergespielt. Danach nutzte Sylvie einen groben Fehler ihrer Gegnerin Warwara Anischewa aus, gewann nach Bauernopfer die Qualität und bald die Partie. Conny stand inzwischen sehr gut, Antje und Brigitte mit Schwarz gefährdet, Iris sicher.

In der Zeitnot kippten alle Stellungen. Antje blieb mit ihrem König in der Mitte cool und konterte Kristin Müller-Ludwig aus, während Nguyen Ha Thanh gegen Brigitte eine Mattdrohung nicht ausreichend würdigte. Conny verdarb ihre Stellung zwar zum Unentschieden – aber der Mannschaftssieg stand da bereits fest!

Damit haben wir erstmals seit der Saison 2017/18 wieder eine Zweitligastaffel gewonnen! Am Sonntag stand Freuen und Feiern auf dem Programm. Ob wir das Aufstiegsrecht tatsächlich wahrnehmen, entscheiden wir später.

Rotation beim Abendessen

Sibylle
22.02.2026

Zwischen Landskron und Königsjagd – Doppelrunde in Görlitz

Oberliga Ost 2025/26, Runde 5 & 6 | 17.–18. Januar 2026

Am Samstag um 14 Uhr fiel in einer großen Schulaula in Görlitz der Startschuss zur Doppelrunde der Oberliga Ost. Nachdem beim letzten Spielwochenende drei Mannschaften aus dem Süden den Weg nach Berlin gefunden hatten, durften diesmal drei Berliner Teams die gut 200 Kilometer in die Lausitz zurücklegen – gelebte umweltfreundliche Turnierplanung.

Samstag: Rotation Pankow – SC Kreuzberg 4½:3½

Die Kreuzberger erwiesen sich als harte Nuss. An den Brettern 4 bis 8 neutralisierten sich die Mannschaften – fünfmal Remis. Die Entscheidung fiel vorne: Am Spitzenbrett gewann Igor souverän mit Schwarz in einer Sizilianischen Partie, doch Marcin musste am zweiten Brett trotz der weißen Steine gegen Tschernatsch eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Beim Stand von 3½:3½ an den übrigen Brettern hing alles am Ergebnis des dritten Bretts – und hier lieferte Wojciech.

Br.WeißEloSchwarzEloErg.
1Glantz, Robert2387Glek, Igor24520:1
2Szelag, Marcin2398Tschernatsch, Johannes23140:1
3Moritz, Aron2305Przybylski, Wojciech23270:1
4Konopka, Michal2325Dathe, Frederick2279½:½
5Matthes, Aaron2282Neumeier, Lars2318½:½
6Dauth, Benjamin2225Strache, Michael2286½:½
7Groetzbach, Julian2182Guth, Thomas2263½:½
8Seils, Joerg2304Vogel, Constantin2180½:½

Endstand: SC Rotation Pankow 4½ – 3½ SC Kreuzberg

Partie des Tages (Samstag): Moritz – Przybylski 0:1

Aus einer ruhigen Italienischen Eröffnung (1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4 Sf6 4. d3 Le7) entwickelte Wojciech mit Schwarz geduldig einen strategischen Vorteil. Zunächst postierte er einen Springer auf h5 (14...Sh5), wo dieser zwanzig Züge lang auf seine Stunde wartete. Am Damenflügel versuchte Weiß mit 15. b4 Gegenspiel, doch Schwarz konnte im Zentrum gutes Spiel entwickeln.

Der strategische Wendepunkt kam mit 24. e5 – Weiß verriegelt die Stellung, gibt aber das Feld d3 preis. Wojciech schlug sofort zu: 25...Dxd3! gewann den Bauern, und nach 28...d3! rückte der Freibauer bedrohlich vor. Weiß’ Figuren standen zunehmend passiv – Dame auf b1, Springer auf c1, Läufer auf d2 – und konnten dem schwarzen Druck nichts entgegensetzen.

Stellung nach 34...Sf4: Schwarzer Springer auf f4 dominiert, Freibauer auf d3, Weiß passiv
Stellung nach 34...Sf4! – Der Springer kehrt mit Wucht zurück.

Nach zwanzig Zügen Geduld auf h5 springt der Springer im perfekten Moment nach f4. Die Stellung ist strategisch entschieden: Weiß kann den Springer nicht ignorieren, aber 35. Lxf4 Txf4 36. Sxd3 Txa4 kostet einen Bauern bei anhaltend schlechter Stellung. Wojciech verwertete den Vorteil souverän: Nach dem Abtausch beider Türme auf c1 stand sein Turm auf c4 und der Freibauer auf a4 marschierte.

Stellung nach 45...a4
Stellung nach 45...a4 – Der Freibauer marschiert, wie soll Weiß Gegenspiel entwickeln?

Es folgte:

46. Tf3 Lg7 47. h4 Txh4! 48. Sc5 g4! 49. Sxb7 gxf3! 50. Sd6 Dh5 0:1
Schlussstellung nach 50...Dh5
Schlussstellung nach 50...Dh5 –

Der Görlitzer Abend

Nach dem knappen, aber verdienten Sieg ging es zur Stärkung ins Kartoffelhaus. Die urige Küche hatte für jeden Geschmack etwas zu bieten, und bei leckerem Landskron-Pils entspann sich ein reger Austausch zu diversen politischen Themen – Schachspieler haben bekanntlich zu allem eine qualifizierte Meinung. Zurück im Hotel wurde noch eine Doppelkopf-Runde gestartet, bei der vor allem der Löschzwerg in Erinnerung blieb. Wer ihn nicht kennt: am besten gar nicht erst fragen.

Sonntag: SC Weisse Dame – Rotation Pankow 2½:5½

Am Sonntagmorgen hatte sich die Schulaula in ein veritables Schach-Festival verwandelt: Neben unserer Oberliga wurden zeitgleich drei weitere regionale Wettkämpfe ausgetragen. Gegen den SC Weisse Dame ließ Rotation dann nichts anbrennen. Drei Siege bei fünf Remisen und keiner einzigen Niederlage ergaben ein deutliches 5½:2½. Igor gewann erneut souverän am Spitzenbrett, Benjamin holte den vollen Punkt am sechsten Brett – und die Krone setzte wieder Wojciech am dritten Brett auf.

Br.WeißEloSchwarzEloErg.
1Glek, Igor2452Gelman, Josef20691:0
2Waldmann, Hans-Joachim2275Szelag, Marcin2398½:½
3Przybylski, Wojciech2327Moeller, Hendrik22181:0
4Abraham, Ingo2142Konopka, Michal2325½:½
5Neumeier, Lars2318Kyritz, Michael2140½:½
6Uhl, Heinz2093Dauth, Benjamin22250:1
7Guth, Thomas2263Bashtavy, Anton2007½:½
8Kaiser, Martin2177Seils, Joerg2304½:½

Endstand: SC Weisse Dame 2½ – 5½ SC Rotation Pankow

Partie des Tages (Sonntag): Przybylski – Moeller 1:0

War die Samstagspartie ein Musterbeispiel für strategische Geduld, zeigte Wojciech am Sonntag seinen Killerinstinkt. Gegen Moellers Caro-Kann wählte er die Zwei-Springer-Variante (1. e4 c6 2. Sc3 d5 3. Sf3). Nach dem frühen Abtausch 4...Lxf3 5. Dxf3 besaß Weiß das Läuferpaar, Schwarz dafür eine solide Stellung.

Methodisch baute Wojciech Druck auf. Der entscheidende Durchbruch kam mit 22. d5! – der zentrale Vorstoß öffnete Linien und gewann nach 23. dxe6 Sxe6 24. Lg5 und 25. Lxe6 fxe6 26. Txe6 einen Bauern. Mit 29. Te7 besetzte der Turm die siebte Reihe, und der Läufer wechselte über e3 nach c5, wo er die schwarze Stellung lähmte.

Doch statt den Punkt ruhig im Endspiel einzufahren, setzte Wojciech zum Schlussstreich an:

Stellung vor 33. Txg7: Weißer Turm auf e7, Dame auf e6, Läufer c5. Schwarzer König auf h8.
Weiß am Zug. Wie gewinnt Przybylski?

33. Txg7!! Ein spektakuläres Turmopfer! Der Turm schlägt den Läufer und räumt die lange Diagonale für den eigenen Läufer. Schwarz versucht mit 33...Dd1+ Gegenspiel, doch nach 34. Kh2 Kxg7 enthüllt sich die ganze Wucht des Opfers: 35. Ld4+! Der Läufer greift über die freigeräumte Diagonale an, und der schwarze König wird gejagt. So bleibt nur 35...Kh6, doch die Jagd geht weiter:

35...Kh6 36. De3+ g5 37. De6+ Kh5 38. g4+ Kh4 39. Dh6#
Mattstellung: Schwarzer König auf h4, weiße Dame auf h6 setzt matt.
39. Dh6# – Matt! Der König, von h8 bis h4 gejagt, findet kein Entkommen.

Von h8 über g7, h6, h5 bis h4 – fünf Felder hat der schwarze König zurückgelegt, bevor die Dame auf h6 das Schlusswort spricht. Chapeau, Wojciech!

Fazit

Ein rundum gelungenes Wochenende in der Lausitz: Zwei Mannschaftssiege, eine starke Teamleistung auf breiter Front, und mit Wojciechs Doppelpack am dritten Brett gleich zwei Partien zum Nachspielen – eine für den Kopf und eine fürs Herz. Die vollständige Notation beider Partien findet ihr unten.

Partien zum Nachspielen

Moritz – Przybylski 0:1 (Runde 5, Brett 3)

1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4 Sf6 4. d3 Le7 5. O-O O-O 6. Te1 d6 7. a4 Sa5 8. La2 c5 9. c3 Sc6 10. Sa3 h6 11. h3 Te8 12. Ld2 Lf8 13. Sc4 Le6 14. Db1 Sh5 15. b4 cxb4 16. cxb4 Df6 17. b5 Sd4 18. Sxd4 exd4 19. Sa5 Te7 20. Db2 g5 21. Lxe6 fxe6 22. Sc4 Tf7 23. Tf1 d5 24. e5 Dg6 25. Sa5 Dxd3 26. Tad1 De4 27. Tde1 Dh4 28. Sb3 d3 29. Db1 Dc4 30. Tc1 De4 31. Tce1 Dc4 32. Tc1 De4 33. Tce1 Dg6 34. Sc1 Sf4 35. Lxf4 Txf4 36. Sxd3 Txa4 37. Te3 Tc8 38. b6 a5 39. Db5 De8 40. Db1 Dg6 41. Db5 De8 42. Db1 Tc3 43. Tc1 Txc1+ 44. Dxc1 Tc4 45. Db1 a4 46. Tf3 Lg7 47. h4 Txh4 48. Sc5 g4 49. Sxb7 gxf3 50. Sd6 Dh5 0:1

Przybylski – Moeller 1:0 (Runde 6, Brett 3)

1. e4 c6 2. Sc3 d5 3. Sf3 Lg4 4. h3 Lxf3 5. Dxf3 e6 6. d4 Sd7 7. Ld3 dxe4 8. Sxe4 Sgf6 9. O-O Le7 10. Te1 O-O 11. Lg5 g6 12. c3 Te8 13. Tad1 Kg7 14. Lf4 Sxe4 15. Txe4 Lf6 16. De2 Db6 17. Lc4 Tad8 18. b4 a6 19. Te1 Sf8 20. Df3 Kg8 21. Le3 Lg7 22. d5 Dc7 23. dxe6 Sxe6 24. Lg5 Ta8 25. Lxe6 fxe6 26. Txe6 Txe6 27. Txe6 Tf8 28. De2 Dd7 29. Te7 Dd5 30. Le3 b5 31. Lc5 Dd8 32. De6+ Kh8 33. Txg7!! Dd1+ 34. Kh2 Kxg7 35. Ld4+ Kh6 36. De3+ g5 37. De6+ Kh5 38. g4+ Kh4 39. Dh6# 1:0

LN
04.02.2026

Die Frauenmannschaft berichtet: Heimerfolg im neuen Jahr

Am Sonntag, dem 25.01.2026 fand das einzige Heimspiel der Saison als Einzelkampf gegen unseren Reisepartner SV Königsjäger Süd-West statt. Leider traten die Königsjägerinnen wie schon im letzten Wettkampf nur zur Fünft an. Das brachte uns eine sofortige 1:0 Führung, aber Sylvie um ihre Weiß-Partie, was sie sehr bedauerte. Bis kurz vor der Zeitkontrolle gestaltete sich der Wettkampf recht ausgeglichen. Brigitte an Brett 1 konnte als Erste ihre gute Stellung verwerten und punkten. Leider folgte Antje an Brett 3 mit einem Partieverlust, obwohl sie zwischenzeitlich die bessere Stellung hatte. Noch kurz vor der Zeitkontrolle remisierte Sibylle an Brett 5 nach einer offenen Partie. Mit dem Stand von 2,5 zu 1,5 zur Zeitkontrolle konnten wir bereits aufatmen, denn die Partien von Conny an Brett 2 und Iris an Brett 6 tendierten jeweils zum Gewinn. Beides trat ein, so dass wir mit dem schönen Ergebnis von 4,5 Punkten den Wettkampf gewannen. Unser Ergebnis wurde mit einem geselligen Beisammensein bei bester Laune im griechischen Restaurant gebührend gefeiert! Vor der letzten Doppelrunde liegen wir nach Mannschafts- und Brettpunkten gleichauf mit Erfurt auf Platz 2. Wir treffen in der letzten Runde direkt auf Erfurt, haben jedoch noch eine Runde zuvor den schwierigen Kampf gegen Hofheim zu bestehen. Wer Staffelsieger wird und damit in die 1. Bundesliga aufsteigen kann, entscheidet sich am letzten Wettkampftag, der am 21./22. Februar in Hofheim ausgetragen wird.

Gudula
03.01.2026

Die Erste berichtet – durchwachsener Saisonstart

Nach den Erfolgen zum Ende der letztjährigen Saison galt es, den Flow mit in diese Saison zu nehmen, welche in der gleichen Staffel mit unsererseits identischem Personal in Angriff genommen wurde.

Den Saisonauftakt bildete das direkte Duell auswärts gegen den Reisepartner (!) aus Görlitz am 28.09.2025. Die doch recht weite Anreise veranlasste uns, bereits am Samstag Quartier vor Ort zu beziehen und bei diesem sonnigen Wochenende noch einen längeren Spaziergang durch die pittoreske Altstadt zu unternehmen. Nach längerer Suche und mit etwas Glück wurde auch noch eine Einkehr gefunden, auf der zünftige Speisen auf der Karte standen. Der Abend wurde im Hotelzimmer mit einer gemütlichen Skatrunde sowie diversen Getränken beschlossen.

Leider mussten wir am Sonntag stark ersatzgeschwächt antreten, planbar fehlten Michal und Lars, wofür Jörg und Detlef bereitstanden. Sehr kurzfristig fiel dann aber auch noch Ben aus. Als Ersatz konnte Antje ganz spontan gewonnen werden, die die sehr frühe Anreise aus Wroclaw nicht scheute und mit dem Zug pünktlich zum Rundenbeginn eintraf (ganz großen Dank an Antje!).

Der Spielort, die sehr ansehnliche altehrwürdige Aula des zum Hotel sehr nah gelegenen Joliot-Curie-Gymnasiums, ließ nichts zu wünschen übrig. Der Gegner trat nahezu in Bestbesetzung an und war somit rein nominell an allen Brettern überlegen, was sich auch im Verlauf des Wettkamps wiederspiegelte.

Nach ein paar schnellen Remisen an den ersten 3 Brettern (Igor, Marcin und Wojchiech) und Brett 8 (Antje) stand einzig Detlef deutlich besser, während Thomi, Jörg und ich sukzessive in Nachteil gerieten. Leider konnte sich keiner von uns Dreien halten und auch Detlef konnte den Totschlag nicht finden, so dass sein Gegner noch ins Remis entkam. Zu Buche stand somit ein recht deutliches 2.5 : 5.5 gegen einen der Favoriten um den Aufstieg.

Nach dieser Auftaktniederlage lautete die Devise für die anstehende Dezember-Doppelrunde, möglichst zwei Siege einzufahren. Am 06.12. und 07.12. sollte diese Aufgabe gegen das Duo König Plauen und Nickelhütte Aue II durchaus lösbar sein. Die Spielbedingungen im heimischen Living Hotel in Weißensee waren wie immer perfekt.

Waren wir zu dieser Runde vollzählig, konnte man das Gleiche von der gegnerischen Mannschaft aus Aue am Samstag nicht behaupten. Deren drei tschechische Spitzenbretter unterschätzten wohl die Baustellensituation in der Hauptstadt und den damit verbundenen Stau, so dass es nach 30 Minuten bereits 3:0 kampflos für uns stand. Somit war die Spannung aus dieser Begegnung fast schon heraus. Hinzu kam, dass Lars und Thomi im Mittelspiel deutlichen Vorteil erlangten, während Ben und Michal auch aufgrund der Wettkampfsituation ins Remis einwilligten. Einzig meine Stellung bot Anlass zur Sorge. Seinen zunächst minimalen Vorteil verdichtete mein Gegner sukzessive, bis er eine Gewinnstellung erreichte. Im theoretischen Endspiel Springer+h-Bauer gegen Springer ließ ich ein studienartiges Remis aus und verlor. Lars und Thomi hatten zu diesem Zeitpunkt schon gewonnen, so dass schlussendlich ein nie gefährdeter 6:2 – Sieg verzeichnet werden konnte. Dieser wurde im Anschluss im „La Famiglia“ gefeiert, bei denen die Speisen weihnachtsgerecht mit Spezial-Rauch-Effekt gereicht wurden.

Am Sonntag durfte mich Jörg, auch weil ich nicht ganz fit war, für den Wettkampf gegen Plauen an Platte 8 vertreten und tat dies souverän. In einer einseitigen Partie konnte er seinen Gegner positionell überspielen und den sich daraus ergebenden Materialvorteil sicher verwerten. Bei Marcin war zunächst viel Taktik im Spiel, die ihn eine Qualität gewinnen ließ, bevor er sichere Technik im Endspiel an den Tag legte. Michal und Lars gewannen ebenfalls souverän, ebenso wie Igor, Ben und Thomi Remis spielten. Einzig Wojciech überzog seine Stellung etwas und verlor, was aber aus Sicht der gegnerischen Mannschaft nur noch Ergebniskosmetik war. Auch hier muss das Endergebnis von 5.5:2.5 als verdient bezeichnet werden.

So finden wir uns nach den ersten beiden Doppelrunden im soliden Mittelfeld des Tableaus wieder. Die nächsten Runden werden zeigen, ob wir uns im weiteren Saisonverlauf eher nach oben oder unten orientieren müssen. Unsere nächste Doppelrunde steigt in Görlitz am 17.01. / 18.01.2026 gegen das Duo Kreuzberg und Weiße Dame.

Micha
aktualisiert am 27.02.2026